CO2, auch Kohlendioxid genannt, ist ein Molekül, das aus einem Kohlenstoff- und zwei Sauerstoffatomen besteht. Es ist farb- und geruchlos und ist in einer Konzentration von knapp 0,04% ein natürlicher Bestandteil unserer Luft. Es entsteht durch natürliche Prozesse - etwa Atmung - und wird durch natürliche Prozesse - etwa die Photosynthese der Pflanzen - auch wieder gebunden.
Naturereignisse wie zum Beispiel Vulkanausbrüche haben den natürlichen CO2-Kreislauf im Lauf der Erdgeschichte immer wieder unterbrochen und beeinflusst. Er war aber seit mehr als 650.000 Jahren noch nie so hoch wie seit der Industrialisierung - damals hat eine massive Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas eingesetzt. Sie sind durch die Zersetzung unzähliger Tiere und Pflanzen entstanden. Ihre Verbrennung setzt also schlagartig CO2 frei, das über Jahrtausende gebunden worden ist.
Was verursacht CO2 in der Atmosphäre?
Ohne Treibhausgase in der Atmosphäre wäre die Erde ein unwirtlicher Ort. CO2 - nach Wasserdampf das häufigste Treibhausgas - Methan, Flurkohlenwasserstoffe (besser als FCKWs bekannt) und andere sorgen dafür, dass die Erde nicht auskühlt. Diesem Schutzmantel haben wir eine durchschnittliche Temperatur von 15 Grad zu verdanken. Ob und wie sich das Leben bei sonst
-18 Grad hätte entwickeln können, ist fraglich.
Mit einer Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre wird es auf der Erde wärmer. Die Durchschnittstemperatur ist in den vergangenen 100 Jahren zwar "nur" um rund 0,7 Grad gestiegen, doch schon das hat massive Auswirkungen auf das Weltklima.
Der wissenschaftliche Klimabeirat der Vereinten Nationen IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist sich sicher, dass wir in Zukunft mit weit mehr rechnen müssen und prognostiziert eine durchschnittliche Erwärmung von 0,2 Grad pro Jahrzehnt aus.
Was ist der Unterschied zwischen Klima und Wetter?
Klima ist die Gesamtheit aller meteorologischen Erscheinungen, die den durchschnittlichen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort auf der Welt kennzeichnen. Zu den Klimaelementen gehören etwa Temperatur, Luftdruck, Winde oder Niederschläge. Beeinflusst wird es durch die jeweilige geografische Breite des Ortes, die Höhenlage, die Verteilung von Land und Wasser und vielem anderen mehr. Um es zu definieren bzw. Änderungen zu beobachten, bedarf es einer statistischen Auswertung über einen längeren Betrachtungszeitraum (Jahrzehnte).
Das, was wir täglich wahrnehmen, ist das Wetter. Ein heißer Tag im Winter oder Eiseskälte im Sommer ist noch kein Hinweis auf den Klimawandel. Die Zunahme der Häufigkeit solcher "Wetterereignisse" hingegen schon.
Wie wirkt sich der Klimawandel aus?
Pole und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt an, Wüsten breiten sich aus. Es kommt häufiger zu Wetterextremen und klimatisch bedingten Katastrophen. Viele Menschen - vor allem die Bevölkerungen von Küsten oder schon jetzt sehr trockenen Gebieten - werden damit ihre Lebensgrundlagen verlieren und ihre Heimat verlassen müssen.
Lebensräume werden sich verändern und mit ihnen auch die Möglichkeiten der Bewirtschaftung. Land- und Forstwirtschaft werden davon massiv betroffen sein, aber auch Medizin und Gesundheitswesen, da sich auch Krankheitserreger anders verbreiten werden als bisher.
Den Klimawandel gibt's doch gar nicht! Das sind alles natürliche Schwankungen. Panikmache.
Nur noch wenige Wissenschafterinnen und Wissenschafter bezweifeln, dass der Klimawandel bereits stattfindet und von uns Menschen verursacht ist. Im Wesentlichen ist sich die Wissenschaft weltweit einig - und übrigens auch sehr vorsichtig mit Prognosen: Fast alle Vorannahmen seriöser nationaler wie internationaler wissenschaftlicher Einrichtungen in den vergangenen Jahrzehnten sind von der Wirklichkeit übertroffen worden.
Nicht umsonst zählen Klimawandel und Klimaschutz auch zu den Top-Prioritäten der internationalen Staatengemeinschaft - dass Verhandlungen und Beschlüsse sowohl auf den internationalen als auch den nationale Ebenen meist nur zäh vorangehen, liegt nicht an der Frage, ob der Klimawandel stattfindet, sondern wie wir ihm am besten begegnen können und wer damit anfangen soll.
Was ist das Kyoto-Protokoll, was ist das IPCC, Internationale Klimapolitik?
1992 hat die internationale Staatengemeinschaft eine Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) beschlossen, um die globale Erwärmung zu verlangsamen und ihre Auswirkungen zu mildern. Sie wurde beim sogenannten "Erdgipfel"- der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung - von zahlreichen Staaten unterschrieben und zählt heute rund 189 Mitgliedsländer.
Ziele und Maßnahmen sind in jährlichen Mitgliedskonferenzen zu verhandeln. Die bekannteste davon ist jene von 1997 in Kyoto, bei der erstmals verbindliche Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasen vereinbart wurden. Diese Ziele sind international bei weitem nicht erreicht, so auch in Österreich.
Der wissenschaftliche Klimabeirat der Vereinten Nationen ist das 1988 ins Leben gerufene Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Er ist damit beauftragt, wissenschaftliche Erkenntnisse weltweit zusammenzutragen, objektiv auszuwerten und als Entscheidungsgrundlage vor allem für die Politik aufzubereiten (UN Klimaberichte).